Architektur der Patientensicherheit
Künstliche Intelligenz wird gegenwärtig häufig als Lösungsstrategie für klinische Herausforderungen diskutiert. Obwohl technologische Systeme Prozesse unterstützen und Abläufe standardisieren können, bleibt insbesondere bei der Berechnung von Dosierungen und Infusionsraten ein zentrales Sicherheitsprinzip bestehen: Ergebnisse müssen durch den Anwender auf ihre Plausibilität überprüfbar bleiben. Medikationsfehler resultieren selten ausschließlich aus Wissensdefiziten. Häufig entstehen sie im Kontext kognitiver Überlastung, hoher Arbeitsdichte und eines unkritischen Vertrauens in technische Assistenzsysteme (Automation Bias). Die vorliegende Analyse beleuchtet die Genese von Berechnungsfehlern, die Psychologie menschlichen Versagens und den Wert trainingsorientierter digitaler Werkzeuge zur Stärkung der Patientensicherheit.
medizin.dev
Ein unabhängiges Projekt von Dr. med. Nikolas B. Schrader
Facharzt für Anästhesiologie | Zusatzbezeichnung Medizinische Informatik | Clinical Data Scientist